Auf die Frage, was ich mir für diese vielen Tage auf See wünsche, habe ich meist geantwortet – dass es möglichst langweilig werde. Der Wunsch sollte sich, zumindest zum Start der Reise, noch nicht erfüllen.
Zum besseren Verständnis möchte ich etwas weiter ausholen. Auf Galapagos benötigt man als Segler für alle behördlichen Angelegenheiten einen Agenten. Da jedoch jeder gern jemanden anderen für sich arbeiten lässt, hatten wir es auf den drei Inseln , die wir besucht haben, mit insgesamt 8 Leuten zu tun und haben bis heute nicht wirklich verstanden, wie dieses System eigentlich funktioniert. Was wir in dem Zusammenhang alles erleben mussten, beschreibe ich ausführlich in den Beiträgen über Galapagos. Für uns ging es heute ja nur noch ums Ausklarieren. Wir haben also unseren Agenten zwei Tage vor der geplanten Abreise gefragt, was zu tun sei. Er meinte, wir sollten ihm die Pässe geben, er erledigt das dann für uns. So haben wir es gemacht, doch zum vereinbarten Rückgabetermin kam dann nach längerem Warten nicht er, sondern ein Mädchen, hat uns die gestempelten Pässe gegeben, freundlich gelächelt und ist gegangen. Wir waren erleichtert, dass das so gut geklappt hat, haben schnell die letzten Besorgungen gemacht und uns noch eine schöne Pizza gegönnt.
Mit dem ersten Tageslicht haben wir dann den Anker hochgeholt und sind losgefahren. Obwohl wir uns sonst immer bei der Hafenbehörde über Funk abmelden, haben wir das diesmal nicht gemacht, weil wir dachten, wir seien ausklariert und wir wollten auch einfach nichts mehr mit den Leuten zu tun haben. Doch kaum waren wir eine knappe Stunde unterwegs, bekam Adrian eine Nachricht von unserem Agenten, dass heute um 17 Uhr eine Inspektion auf dem Boot stattfinden würde. Wir hatten kaum noch Netz und konnten nicht mehr reagieren, also haben wir uns entschlossen weiterzufahren. Wir wollten schließlich das Land verlassen, wozu dann noch eine Inspektion.
Der weitere Segeltag war richtig schön. Es gab wenig Wind, aber wir konnten streckenweise mit der Genua (großes Vorsegel) gut segeln, sonst haben wir einen Motor mitlaufen lassen. Die See war spiegelglatt, so dass wir die Tiere um uns herum wunderbar beobachten konnten. Zahllose Schildkröten haben sich an der Wasseroberfläche treiben lassen, das sah ungemein friedlich und heiter aus. Noch ein paar Seelöwen und als Highlight haben wir zum ersten Mal richtig hoch aus dem Wasser springende Mantas und gegen Abend zwei große Wale nah beim Boot gesehen. Die Tierwelt auf diesen Inseln beeindruckt bis zum Schluss.
Gegen 18 Uhr – ich habe gerade die Email an Ole mit unserer Position und Wetterdaten geschrieben – werden wir über Funk von der ecuadorianischen Navy angerufen und zur Rückkehr nach Puerto Ayora aufgefordert, die Inspektion müsse stattfinden, sonst dürfen wir das Land nicht verlassen. Nach einiger Diskussion stimmen sie dem Kompromiss zu, dass wir ca. 7 Seemeilen zurück nach Villamil auf der Insel Isabela fahren und dort am nächsten Tag die Inspektion stattfindet. Also kehren wir um und fahren mit beiden Motoren unter Vollgas zurück, um noch im allerletzten Licht in die flache und mit Vulkangestein durchsetzte Ankerbucht einzulaufen. Das war überhaupt nur möglich, weil wir die Einfahrt und die Bucht bereits kannten und unserer eigenen Trackinglinie auf dem Bildschirm folgen konnten. Der kleine Versorgungsfrachter, neben dem wir auch schon das letzte Mal geankert hatten war hell erleuchtet und so haben wir uns in dessen Licht gut orientieren können und uns direkt daneben gelegt. Für Ortsfremde wäre es unmöglich gewesen, nachts in diese Bucht einzulaufen, wir hatten wirklich Glück, dass wir uns dort auskannten und es deshalb riskieren konnten. Sonst hätten wir die gesamte Tagesetappe wider zurück motoren müssen.
So hat also der erste Tag nicht auf offener See, sondern vor Anker geendet. Aber wir haben nur Zeit verloren, sonst war ja alles in Ordnung. Zum Trost gab es dann zum Hhnchen noch Rotwein, es hat eben doch auch gute Seiten, wenn man sicher vor Anker liegt.
Zum besseren Verständnis möchte ich etwas weiter ausholen. Auf Galapagos benötigt man als Segler für alle behördlichen Angelegenheiten einen Agenten. Da jedoch jeder gern jemanden anderen für sich arbeiten lässt, hatten wir es auf den drei Inseln , die wir besucht haben, mit insgesamt 8 Leuten zu tun und haben bis heute nicht wirklich verstanden, wie dieses System eigentlich funktioniert. Was wir in dem Zusammenhang alles erleben mussten, beschreibe ich ausführlich in den Beiträgen über Galapagos. Für uns ging es heute ja nur noch ums Ausklarieren. Wir haben also unseren Agenten zwei Tage vor der geplanten Abreise gefragt, was zu tun sei. Er meinte, wir sollten ihm die Pässe geben, er erledigt das dann für uns. So haben wir es gemacht, doch zum vereinbarten Rückgabetermin kam dann nach längerem Warten nicht er, sondern ein Mädchen, hat uns die gestempelten Pässe gegeben, freundlich gelächelt und ist gegangen. Wir waren erleichtert, dass das so gut geklappt hat, haben schnell die letzten Besorgungen gemacht und uns noch eine schöne Pizza gegönnt.
Mit dem ersten Tageslicht haben wir dann den Anker hochgeholt und sind losgefahren. Obwohl wir uns sonst immer bei der Hafenbehörde über Funk abmelden, haben wir das diesmal nicht gemacht, weil wir dachten, wir seien ausklariert und wir wollten auch einfach nichts mehr mit den Leuten zu tun haben. Doch kaum waren wir eine knappe Stunde unterwegs, bekam Adrian eine Nachricht von unserem Agenten, dass heute um 17 Uhr eine Inspektion auf dem Boot stattfinden würde. Wir hatten kaum noch Netz und konnten nicht mehr reagieren, also haben wir uns entschlossen weiterzufahren. Wir wollten schließlich das Land verlassen, wozu dann noch eine Inspektion.
Der weitere Segeltag war richtig schön. Es gab wenig Wind, aber wir konnten streckenweise mit der Genua (großes Vorsegel) gut segeln, sonst haben wir einen Motor mitlaufen lassen. Die See war spiegelglatt, so dass wir die Tiere um uns herum wunderbar beobachten konnten. Zahllose Schildkröten haben sich an der Wasseroberfläche treiben lassen, das sah ungemein friedlich und heiter aus. Noch ein paar Seelöwen und als Highlight haben wir zum ersten Mal richtig hoch aus dem Wasser springende Mantas und gegen Abend zwei große Wale nah beim Boot gesehen. Die Tierwelt auf diesen Inseln beeindruckt bis zum Schluss.
Gegen 18 Uhr – ich habe gerade die Email an Ole mit unserer Position und Wetterdaten geschrieben – werden wir über Funk von der ecuadorianischen Navy angerufen und zur Rückkehr nach Puerto Ayora aufgefordert, die Inspektion müsse stattfinden, sonst dürfen wir das Land nicht verlassen. Nach einiger Diskussion stimmen sie dem Kompromiss zu, dass wir ca. 7 Seemeilen zurück nach Villamil auf der Insel Isabela fahren und dort am nächsten Tag die Inspektion stattfindet. Also kehren wir um und fahren mit beiden Motoren unter Vollgas zurück, um noch im allerletzten Licht in die flache und mit Vulkangestein durchsetzte Ankerbucht einzulaufen. Das war überhaupt nur möglich, weil wir die Einfahrt und die Bucht bereits kannten und unserer eigenen Trackinglinie auf dem Bildschirm folgen konnten. Der kleine Versorgungsfrachter, neben dem wir auch schon das letzte Mal geankert hatten war hell erleuchtet und so haben wir uns in dessen Licht gut orientieren können und uns direkt daneben gelegt. Für Ortsfremde wäre es unmöglich gewesen, nachts in diese Bucht einzulaufen, wir hatten wirklich Glück, dass wir uns dort auskannten und es deshalb riskieren konnten. Sonst hätten wir die gesamte Tagesetappe wider zurück motoren müssen.
So hat also der erste Tag nicht auf offener See, sondern vor Anker geendet. Aber wir haben nur Zeit verloren, sonst war ja alles in Ordnung. Zum Trost gab es dann zum Hhnchen noch Rotwein, es hat eben doch auch gute Seiten, wenn man sicher vor Anker liegt.
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