In der Nacht ist der Wind zurückgekehrt und mit ihm eine ziemlich unruhige See, ca. 2m Wellen in kurzen Abständen. Diese rütteln nicht nur das Boot und damit uns ordentlich durch, sondern bremsen auch die Fahrt etwas, so dass wir heute im Schnitt 5,5 Knoten in der Stunde schaffen. Wir haben uns im Boot einige gemütliche Plätze eingerichtet, wo man gut sitzen oder liegen kann, auch wenn alles in Bewegung ist. So müssen wir nicht immer auf der gleichen Stelle sitzen, sondern haben etwas Abwechslung auch in der Umgebung, das macht auf so engem Raum viel aus und hilft, die Zeit zu gliedern. Apropos Zeit – wir haben gestern um Mitternacht – also nach einer Woche Fahrt – die Borduhren um eine Stunde zurückgestellt. Das werden wir bis zum Ziel noch 2x machen, wieder jeweils nach einer Woche oder etwa 12-14 überquerten Längengraden. Jetzt stimmt auch das Zeitgefühl wieder. Da wir hier in Äquatornähe ja ungefähr gleich lange Tage und Nächte haben, hat man sich daran gewöhnt, dass die Sonne immer gegen 6 Uhr aufgeht und abends entsprechend um 18 Uhr untergeht.
Man sollte meinen, dass man auf diesem wahrhaft riesengroßen Ozean ganz und gar alleine ist. Nun, wir waren heute und in der vorangegangenen Nacht alles andere als das. Wir waren umgeben von einer Vielzahl von Fischerbooten, die meisten so um die 45m lang, die zu einem chinesischen Verband gehörten. Wir haben auf dem Bildschirm mindestens 48 Boote gezählt und die meisten davon auch gesehen. Trotzdem wir sie über Stunden beobachtet haben, kann ich nicht genau erklären, wie diese Flotten organisiert sind. Es scheint so eine Art Mutterschiff zu geben, deutlich größer und mit einem anderen Bewegungsmuster, sowie einige Tank- und Versorgungsschiffe, die auch klar zu unterscheiden waren. Gefischt wird mit großen Schleppnetzen, die jedoch oft nicht hinter, sondern vor den Booten ausgebracht schienen, erkennbar an Leinen und leuchtend roten Schwimmkörpern. Egal wie das konkret abläuft, die Fische haben bei so einem Aufgebot großflächig keine Chance. Irgendwie fühlt es sich nicht richtig an, die Chinesen so weit von deren Heimat bei solch massiven Eingriffen zu beobachten. Sicher ein spannendes Thema, über das wir uns ausführlicher informieren wollen.
Und wir verstehen endlich, warum bei uns noch kein Fisch angebissen hat, trotz des wunderschönen Köders, den Adrian selbst gebaut hat.
Wir haben heute früh ein Viertel unserer Strecke zurückgelegt. Das Etmal liegt inzwischen bei 127sm, die durchschnittliche Geschwindigkeit entsprechend bei 5,3 kn. Wenn alles weiterhin so gut läuft, brauchen wir noch etwa 16/17 Tage bis zum Ziel.
Unsere Position am 01.02.2023 um 18 Uhr Bordzeit (UTC-7): 3*2260S // 103*4147W
Man sollte meinen, dass man auf diesem wahrhaft riesengroßen Ozean ganz und gar alleine ist. Nun, wir waren heute und in der vorangegangenen Nacht alles andere als das. Wir waren umgeben von einer Vielzahl von Fischerbooten, die meisten so um die 45m lang, die zu einem chinesischen Verband gehörten. Wir haben auf dem Bildschirm mindestens 48 Boote gezählt und die meisten davon auch gesehen. Trotzdem wir sie über Stunden beobachtet haben, kann ich nicht genau erklären, wie diese Flotten organisiert sind. Es scheint so eine Art Mutterschiff zu geben, deutlich größer und mit einem anderen Bewegungsmuster, sowie einige Tank- und Versorgungsschiffe, die auch klar zu unterscheiden waren. Gefischt wird mit großen Schleppnetzen, die jedoch oft nicht hinter, sondern vor den Booten ausgebracht schienen, erkennbar an Leinen und leuchtend roten Schwimmkörpern. Egal wie das konkret abläuft, die Fische haben bei so einem Aufgebot großflächig keine Chance. Irgendwie fühlt es sich nicht richtig an, die Chinesen so weit von deren Heimat bei solch massiven Eingriffen zu beobachten. Sicher ein spannendes Thema, über das wir uns ausführlicher informieren wollen.
Und wir verstehen endlich, warum bei uns noch kein Fisch angebissen hat, trotz des wunderschönen Köders, den Adrian selbst gebaut hat.
Wir haben heute früh ein Viertel unserer Strecke zurückgelegt. Das Etmal liegt inzwischen bei 127sm, die durchschnittliche Geschwindigkeit entsprechend bei 5,3 kn. Wenn alles weiterhin so gut läuft, brauchen wir noch etwa 16/17 Tage bis zum Ziel.
Unsere Position am 01.02.2023 um 18 Uhr Bordzeit (UTC-7): 3*2260S // 103*4147W
Liebe Grüße aus Halle! Wir freuen uns sehr über eure Berichte, sind eifrige Leser. Monika u. Günter